Grippaler Infekt
Es gibt etwa 200 verschiedene Virusarten, die einen
grippalen Infekt hervorrufen, wie zum Beispiel Rhino-,
Adeno- oder Coronaviren. Eine Schutzimpfung
gegen den grippalen Infekt ist deshalb nicht möglich.
Die Vielzahl an unterschiedlichen Erregern erklärt
auch, warum man während eines Jahres immer wieder
neue Erkältungen bekommen kann. Die Viren
werden meist durch Tröpfcheninfektion beim Sprechen,
Niesen oder Husten übertragen.
Das Virus greift die Atemwege an; Nasen- und Rachenschleimhaut
schwellen an und produzieren
vermehrt Sekret. Schnupfen, Husten, Halsschmerzen
und Heiserkeit sind die Folgen. Das Abwehrsystem
des Körpers wird aktiviert, und es kommt zu den typischen
Allgemeinbeschwerden wie Abgeschlagenheit,
Kopf- und Gliederschmerzen und Fieber. Ist das
Immunsystem schon geschwächt, wird die Ausbreitung
der Viren zusätzlich begünstigt.
Bei einem grippalen Infekt lässt sich der Krankheitsverlauf
meistens durch unterstützende Maßnahmen
wie Ruhe, ausreichend Schlaf oder „Hausmittel“ wie
Inhalieren oder fiebersenkende Wickel günstig beeinflussen,
ohne dass ein Arzt aufgesucht werden
muss.
Bei den ersten Anzeichen einer Erkältung können
pflanzliche Immunstimulanzien wie z.B. Echinacea (Roter
Sonnenhut) zur Aktivierung der Abwehrkräfte beitragen.
Bei Kindern ist hier allerdings aufgrund ihres
sich erst entwickelnden Immunsystems Zurückhaltung
geboten. Die so genannte symptomatische Behandlung richtet sich danach, welche Beschwerden vorliegen.
So sollte ein fest sitzender Husten mit einem
schleimlösenden Mittel behandelt werden, eine verstopfte
Nase mit abschwellenden Nasentropfen.
Die entsprechenden Präparate sowie Informationen
zu ihrem Gebrauch sind in der Apotheke erhältlich.
Wann zum Arzt?
Bei abrupt einsetzenden oder aber länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dies gilt vor allem bei
Wann zum Arzt?
Bei abrupt einsetzenden oder aber länger anhaltenden Beschwerden sollte ein Arzt zu Rate gezogen werden. Dies gilt vor allem bei
- hohem Fieber oder Schüttelfrost,
- sehr starken Einschränkungen des Allgemeinbefindens,
- Husten mit grünlich bis gelbem Auswurf (Hinweis auf bakterielle Infektion),
- Ohrenschmerzen
- Säuglinge und Kleinkinder,
- geschwächte oder ältere Patienten,
- Schwangere,
- Patienten mit bestehender Grunderkrankung (z. B. Diabetes, Herzinsuffizienz, Asthma).
Erkältungskrankheiten sind nicht gänzlich vermeidbar.
Mit folgenden einfachen Maßnahmen lassen sich
jedoch die Infektionsrisiken mindern und die eigenen
Abwehrkräfte stärken:
- Bewegen Sie sich viel an der frischen Luft, damit der Körper abgehärtet wird.
- Unterstützen Sie Ihre Immunabwehr mit einer gesunden vitamin- und ballaststoffreichen Ernährung.
- Verzichten Sie auf Alkohol und Nikotin.
- Gehen Sie Stresssituationen aus dem Weg.
- Meiden Sie den körperlichen Kontakt zu Menschen, die erkrankt sind.
- Sorgen Sie in Räumen für ausreichende Luftfeuchtigkeit, damit die Schleimhäute nicht austrocknen.




