Im Jahre 1941 entdeckten Forscher, dass die Influenzainfektion mit Hilfe eines Impfstoffes bekämpft werden kann, der abgeschwächte Viren enthält. Die Grippeimpfung (Injektion) ist heute die wichtigste prophylaktische Maßnahme, die aufgrund der gehäuften Komplikationen für folgende Personen empfohlen wird:
- über 60-Jährige mit chronischen Krankheiten, insbesondere Herz-Kreislauf-, Lungen- oder Stoffwechselerkrankungen,
- Heimbewohner (Altersheime, Kinderheime),
- Personen mit erhöhter Virusexposition (Medizinalund Pflegeberufe).
Die Impfung sollte jährlich im Herbst durchgeführt werden, sofern keine Hühnereiweißallergie oder akute fieberhafte Erkrankung vorliegt. Da Influenzaviren regelmäßig die oben beschriebenen Antigenveränderungen durchlaufen, wird nach weltweiten Untersuchungen jedes Jahr ein aktuell angepasster Grippeimpfstoff hergestellt, der die gängigen Influenzaviren in inaktivierter Form enthält. Für Reisen sollte bedacht werden, dass auf der Nordhalbkugel der typische Erkrankungsgipfel in die Zeit von November bis April, auf der Südhalbkugel dagegen in den Zeitraum von Mai bis Oktober fällt. Bei Risikopersonen ist daher die Grippeimpfung gegebenenfalls auch als Reiseimpfung zu empfehlen.




